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Pulp Fiction – oder so ähnlich

Vergangene Woche hatte ich die Gelegenheit mal wieder ein bekanntes Bild nachzustellen. Eine Kundin wollte Ihren Mann, der großer Quentin Tarantino-Fan ist, an seinem Geburtstag mit einem Poster des Covers vom Film Pulp Fiction überraschen. Und zwar nicht mit dem Originalposter sondern mit Ihr als Hauptdarstellerin. So galt es die Szene so gut wie möglich nachzubauen. Da die Sache relativ spontan entstand und die Zeit drängte war es leichter gesagt als getan. Einen passenden Hintergrund hatte ich leider nicht, so musste dieser später manuell eingefügt werden.

Eine Idee des Lichtsetups war schnell gefunden. Ich platzierte hinten rechts einen Systemblitz mit Funkauslöser ohne jeglichen Lichtformer, sowie vorne links einen Systemblitz in einer 60x60cm großen Softbox mit Wabe.
Der vordere Blitz bekam eine CTO (Change to Orange) Folie verpasst, und der Weißabgleich der Kamera wurde später in der Nachbearbeitung auf Kunstlicht gestellt. So hatte es den Effekt, dass der Blitz von hinten rechts mit einem bläulichen Licht das Model von hinten beleuchtete und der vordere Blitz dadurch ein neutrales Licht auf das Model warf.

Eine Matratze mit einer Decke und ein paar nachgestellten Utensilien, die auch auf dem Originalfoto zu sehen sind, wurden vor einem neutralgrauen Hintergrund platziert, der später in Photoshop noch durch ein Fenster mit Jalousien ausgetauscht wurde. Das Foto wurde mit der „Schokoladenseite“ fotografiert und dann gespiegelt um dem Original besser zu entsprechen.

Die Überraschung war perfekt als der Ehemann meiner Kundin noch einmal genauer auf das Poster schauen musste, bis er seine Frau darin erkannte. So etwas ist dann immer wieder eine Bestätigung, dass man wohl alles richtig gemacht hat.

Hier das Lichtsetup, das JPG aus der Kamera und das fertige Ergebnis nach der Montage in Photoshop: